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Immer die Jugendlichen im Blick - JUBS Jugendberatungsstelle Neuss
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Immer die Jugendlichen im Blick

Der Leiter der Jugendberatungsstelle Neuss (JUBS), Gerhard Thiemann, geht nach 35jähriger Tätigkeit in den Ruhestand

„Wer einen Dialog herbeiführen will, muss […] von sich absehen, sich zuwenden und zuneigen…“ Die Art und Weise, wie Gerhard Thiemann seine Arbeit mit Jugendlichen verstand, lässt sich kaum besser ausdrücken, als mit dem Gedicht „Dialog mit der Jugend“ von Hans Dieter Hüsch, aus dem diese Zeilen stammen.

Seit 1984 arbeitete der Sozialpädagoge Gerhard Thiemann in der Jugendberatungsstelle Neuss, deren Leitung er 2012 übernahm. Unzählige Jugendliche, junge Erwachsene und Familien profitierten von seiner fachlichen Kompetenz, seiner Offenheit und Geduld. Vor allem die Anliegen der männlichen Jugendlichen bildeten einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Ob es sich dabei um Konflikte mit der Familie, mit Gleichaltrigen, Problemen mit sich selbst oder um Job- und Wohnungssuche handelte – stets fanden sie bei ihm ein offenes Ohr und einen sehr erfahrenen Ansprechpartner. Doch auch außerhalb der Stelle widmete er sich der Jungenarbeit. Als Mitbegründer der Neusser Jungentage oder in zahlreichen Kooperationen mit Neusser Freizeiteinrichtungen – Gerhard Thiemann erschloss immer wieder neue, auch erlebnispädagogische Wege, um mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen.

Häufiger kamen auch ehemalige Jugendliche zur JUBS in Beratung, die, nun selbst Eltern geworden, weiterhin seinen Rat suchten, um zu besprechen, wie sie mit ihren eigenen pubertierenden Sprösslingen umgehen sollten.

Zusätzlich zu seiner Anstellung in der Jugendberatungsstelle war Gerhard Thiemann auch für die Caritas Suchthilfe tätig Über Jahre betreute er im “KiZ-Projekt“ Gruppen für Kinder und Jugendliche aus sucht- und psychisch belasteten Familien.

Der Aufbau eines Netzwerkes sowie die Zusammenarbeit mit vielen anderen Einrichtungen wie Schulen, Jugendämtern, Jugendzentren, sozialen Diensten aber auch Kooperationspartner im Gesundheitswesen waren ihm ein wichtiges Anliegen. Er wollte für die immer komplexeren Themen mit denen sich die jungen Menschen auseinander zu setzen haben, möglichst alle wichtigen Partner im Boot haben. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Fachtag „Voll krass oder schon gestört?“ der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG/Netzwerk Kinder- und Jugendpsychiatrie) im Herbst letzten Jahres.

Auf vielen Ebenen setzte sich Gerhard Thiemann erfolgreich für die Belange der Jugend ein: durch die Mitarbeit in zahlreichen Gremien und Facharbeitsgruppen gestaltete er die jugendpolitische Landschaft in Neuss mit. Dabei ging es ihm immer um die Vernetzung der unterschiedlichsten Akteure, diese zusammenzubringen, um die Bedarfe der Jugendlichen zu benennen und um sich für deren Umsetzung  einzusetzen.

Er baute Brücken zwischen verschiedenen Interessen und blieb geduldig und beharrlich bei seinem Ziel: die Jugendlichen im Blick. Durch diese Stärken, gepaart mit seiner großen Erfahrung und fachlichen Kompetenz, erfuhr er große Wertschätzung bei seinen Gesprächspartnern.

Auch im Ruhestand hat sich Gerhard Thiemann einiges vorgenommen: der nächste Fachtag der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft ist in Planung, weiterhin wirkt er  bei der Erstellung von kirchlichen Kinderschutzkonzepten mit. Somit bleibt er nach seiner beruflichen Tätigkeit in der JUBS auf verschiedenen Ebenen aktiv als erfahrener Gesprächspartner im Dialog mit und für die Jugend.