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Sie sind wieder da! Neusser Jugendeinrichtungen HABEN SEIT dem 18.5.2020 wieder geöffnet - JUBS Jugendberatungsstelle Neuss
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Sie sind wieder da! Neusser Jugendeinrichtungen HABEN SEIT dem 18.5.2020 wieder geöffnet

Endlich vorbei die Zeit, wo Jugendliche  sich nur über die sozialen Medien austauschen konnten: am 18. Mai öffnen die Neusser Jugendeinrichtungen in städtischer und freier Trägerschaft wieder die Türen für ihre offenen Angebote wie Billard, Spiele, Musik usw.

Natürlich gibt es die üblichen Auflagen, wie Mundschutz, Abstandsregeln etc., aber was soll´s, wenn man sich zumindest einmal wieder live treffen kann.

Manche Angebote, wie Tanzen,  Capoeira und andere körperbetonte Angebote werden leider immer noch nicht möglich sein. Deshalb wird jede Einrichtung ein eigenes Konzept zu einer Teilöffnung entwickeln, um in kleinen Gruppen erste Angebote zu ermöglichen und dabei den Gesundheitsschutz zu gewährleisten.  Eine gute Möglichkeit herauszufinden, welche Angebote in welcher Einrichtung möglich sind, läßt sich unter dem hashtag   #neusswasgeht   einsehen.

Allerdings: wirklich weg waren die Neusser Jugendeinrichtungen nie. Wer bereits unter dem o.g. oder ähnlichen hashtags suchte, der fand eine unglaubliche Vielfalt an Angeboten. Ob auf Facebook, Instagramm, Youtube oder Discord – überall posteten die Einrichtungen Angebote: Spiele von „Black Story“ über „activity“ bis zu Rollenspielen mit VR Brillen. Videos zum Kochen und Backen und eine Autorenlesung mit Tobias Steinfeld zu seinem neuen Roman „Kein Plan“, die eigentlich live geplant war und dann online stattfand, fanden reges Interesse. Ebenso wie die zahlreichen Online Konzerten, die junge Musiker*innen aus ihren Wohnzimmern heraus live darboten. Viele bekannte, lokale acts, wie etwa die „Betrayers of Babylon“, aber auch  Musiker von außerhalb, wie der versierte Fingerstyler „Christian Lehr“ waren so zu erleben. Die Zugriffe zu diesen Videos bewegten sich dabei auf bis zu 1000 „views“.

Hausaufgabenhilfe fand ebenso statt wie Theaterübungen, Gitarrenkurse und selbst ein Besuch der Jugendberatungsstelle JUBS wurde online möglich.

Wer unter Lagerkoller den Stress mit den Eltern nicht mehr aushielt, der fand bei individuellen Sprechstunden in einzelnen Einrichtungen ein offenes Ohr und einen guten Rat. Denn Kontakt zu den Jugendlichen zu halten, war oberstes Ziel aller Mitarbeitenden in den offenen Jugendeinrichtungen. Das war über viele Kanäle möglich, vor allem über Zoom und Skype. Wer das nicht hinbekam, fand immer noch einen herkömmlichen Sorgen-Briefkasten  an mancher Einrichtung vor und erhielt kurz darauf einen Rückruf von einem Mitarbeiter.

Für die meisten Jugendlichen sind diese digitalen Wege über die sozialen Netzwerke alltäglicher Gebrauch. Für viele der Jugendarbeiter*innen bedeutete dies aber auch, sich erst einmal in die vielen Möglichkeiten dieser Medien einzuarbeiten. So entstand in kürzester Zeit ein riesiges Netzwerk an Projekten, tauschten sich die Jugendeinrichtungen mit Kulturorten und Kulturschaffenden aus der ganzen Region aus und entwickelten ein großes Angebot an kreativen Möglichkeiten. Selbstredend werden diese digitalen Angebote auch in der kommenden Zeit weiter eine große Rolle spielen – dafür sind die Ergebnisse und Erfahrungen zu gelungen.

Damit dies alles auch gelingen konnte, war es hilfreich durch die örtlichen Jugendhilfeträger  und die Politik konstruktiv unterstützt zu werden. Einschränken durch Kürzungen der Zuschüsse, wie sie in anderen Städten bereits angekündigt wurden, waren in Neuss kein Thema.

In Notfall-Zeiten wie diesen ist es notwendig, dass alle Partner an einem Strang ziehen. In Neuss ist dies dankenswerter Weise überaus gut gelungen.

(Ein Gastbeitrag der Facharbeitsgruppe 1 aus Neuss)